Erneuter (aber erfolgloser) Versuch eines Arztes, Anthony Colpo zu widerlegen.

Die universell akzeptierte sogenannte Lipidhypothese der Herzkrankheit behauptet, dass gesaettigte Fettsaeuren den Blutcholesterinspiegel erhoehen und dass diese Erhoehungen Herzkrankheiten und Hirnschlag verursachen. Seit Jahren sage ich dass diese Theorie Unsinn ist. Und seit Jahren haben mich die tragisch ignoranten Vertreter dieser unhaltbarenn Theorie laecherlich gemacht.

Im vergangenen Jahr erhielt ich ein Exemplar eines Artikels von Dr. Helmut Gohlke, Kardiologe aus Bad Krozingen (Herzzentrum) in Deutschland. Gohlke schien ueber das Interesse der Bevoelkerung an meinem Buch Der große Cholesterin-Schwindel sehr aufgebracht zu sein. Sein Artikel erschien in der Ausgabe 2/2009 Herz Heute, einer Publikation der Deutschen Herzstiftung.

Wie die meisten meiner Kritiker demonstriert Gohlke eine totale Unfaehigkeit, die Behauptungen meinerseits zu kontern. Er verlaesst sich dagegen auf falsche Daten und persoenliche Angriffe. Hier schliesst sich Gohlke einer langen Reihe von Akademikern an die trotz ihrer vielzaehligen Auszeichnungen und ihres Eifers meine fehlenden akademischen Qualifikationen laecherlich zu machen nicht in der Lage sind, meine Argumente in einer vernuenftigen wissenschaftlichen Art zu widerlegen.

Wenn immer ich etwas gegensaetzliches und kontroverses ueber Ernaehrung in meinen Buechern schreibe kann ich versichern, dass vorher meine Hausaufgaben gemacht habe. Aus erstklassiger Quelle. Man mag meine Schlussfolgerungen nicht angenehm finden aber ich entschuldige mich bei niemandem. Ich praesentiere konkrete Fakten die ich durch meine Nachforschungen eruiert habe. Wenn man mich ueber das Reportieren von Fakten aus der Forschung angreift ist das ebenso dumm wie wenn man den Wetterexperten wegen seiner Vorhersage angreift. Ebenso wie der Wetterexperte nicht das Wetter bestimmt so bestimme ich nicht die Folgen wissenschaftlicher Untersuchungen. Ich lese sie lediglich ohne die einseitige Einstellung von Menschen, die bedeutende finanzielle oder epistemologische Interessen an den Resultaten solcher Untersuchungen haben.

So, an alle hoehnisch lachenden Aerzte und die nicht ganz einwandfreien Dieatgurus die versucht haben mich zu diskreditieren, habe ich ein Wort des Rates. Eure Beleidigungen und falsche Interpretationen von Forschungsergebnissen sind fehl angebracht (natuerlich mit der Ausnahme jener die starr und ohne Wissen als Mitlaeufer fungieren). Wenn immer objektives Reportieren der voreingenommenen Hyperbole gegenueber steht, dann koennen die meisten intelligenten Menschen dies klar durchschauen. Sie wissen, dass all das ein Produkt eines Hirns ist,welches allein auf Theorie konzentriert ist und welchselbiges unfaehig ist (aus Faulheit, Prestige, Stolz oder Geld) unparteilich widerspruechliche Resultate zu analysieren.

Ueber die Jahre hat es sich gezeigt dass die meisten meiner Kritiker dem Kohlenhydrat-beschraenktem Camp und der Lipdhypothese angehoerten.Einige dieser Kommentare waren besonders giftig aber der boesartige Intent mich zum Schweigen zu brngen hat total versagt. Antsatt den unschuldigen Ueberbringer von Nachrichten zu erschiessen sollten diese irrenden Seelen doch das groessere Bild betrachten. Sie sollten sehen warum ihr so geliebtes Bild und Glaubenssystem staendig an Wert verlieren. Hier ist ei n Tipp: Wenn eine populaere Theorie auf einer Basis von verfaelschter Forschung und offensichtlichen Luegen beruht dann hat sie eine begrenzte Lebenserwartung.

Kohlenhydrateinschraenkung, zum Beispiel erlangte einen Hoehepunkt im Jahre 2000 hat aber wieder an Interesse verloren. Die Lipidhypothese, dank der viel groesserenfinanziellen medizinschen und offiziellen Stuetzen hat ihr Ende in Sicht.Kein Zweifel dass dies Hypothese immer noch in der modernen medizinischen Praxis zu finden ist, aber sie findet steigendes Interesse von Zweiflern und Skeptik. Sogar solche Hauptsysteme wie die World health And Food and Agriculture Organisationen haben kuerzlich ihre negativee Sicht beschrieben. In einer weltbekannten Zeitschrift (American Journal Of Nutrition) lesen Sie mehr. Siehe unten.

Vorher sollten wir aber einen Blick auf Helmut Gohlke und seine Arbeit werfen.

Der große Cholesterinschwindel?

Prof. Dr. med. Helmut Gohlke,
Klinische Kardiologie II, Herz-Zentrum Bad Krozingen

Wenn Bücher wie Die Cholesterinlüge oder jetzt Der große Cholesterin-Schwindel auf dem Markt erscheinen, wird daran sehr viel Geld verdient.

Wer greift nicht gern zu einem Buch, das einem das Leben zu erleichtern scheint: nicht mehr auf Cholesterin achten, Schweineschnitzel, Wurst, Butter, Schlagsahne, Schwarzwälder Kirschtorte nach Belieben essen und womöglich die ungeliebten Pillen wegwerfen. So hat schon die Werbung für Der große Cholesterin-Schwindelwarum alles, was man Ihnen über Cholesterin, Diät und Herzinfarkt erzählt hat, falsch ist hohe Wellen ausgelöst. Viele verunsicherte Patienten schrieben an die Herzstiftung und baten um eine Stellungnahme.

Der Autor, Anthony Colpo, ist nicht Mediziner, sondern arbeitete als Fitnesstrainer, bevor er sich vornahm, gegen die heutige Medizin zu Felde zu ziehen. Aus seinen Erfahrungen als Fitnesstrainer gibt er einige gute Ratschläge: Sport treiben, Übergewicht vermeiden, sich entspannen. Aber wenn er auf 544 Seiten mit hunderten von Literaturangaben darangeht, zu erklären, warum alles, was man Ihnen über Cholesterin und Herzinfarkt erzählt hat, falsch ist, machen sich seine Inkompetenz, sein fehlendes medizinisches Wissen immer wieder bemerkbar.

In seinem Buch wimmelt es von groben Fehlern. Der gutgläubige Leser wird falsch informiert und in die Irre geführt.

Einige Beispiele: Colpo behauptet, dass ein Zusammenhang zwischen Cholesterin und Herzinfarkt nie bewiesen wurde. Aber schon 1984 hat z. B. der Lipid Research Clinics Coronary Primary Prevention Trial – längst vor der Entdeckung der Statine – gezeigt, dass hohes LDL-Cholesterin mit einer großen Zahl von Herzinfarkten verbunden war und die Zahl der Herzinfarkte umso mehr abnahm, je tiefer das Cholesterin – damals mit Colestyramin – gesenkt wurde.

Colpo behauptet auch immer wieder, dass die heutige Medizin Cholesterin für die einzige Ursache der koronaren Herzkrankheit hält. Ein Blick in die heute gültigen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (Pocket-Leitlinie Prävention, 2007) zeigt, dass die Fettstoffwechselstörung nach dem Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung und Übergewicht erst an 5. Stelle steht – gefolgt von hohem Blutdruck und Diabetes.

Oder: Er behauptet, dass Statine bei Frauen – jedenfalls auf die Lebenserwartung – nicht wirken. Auch das ist falsch. Die Heart-Protection-Study zeigte an über 20 000 Patienten, dass Statine bei Frauen und Männern – auch bei denen, die älter als 75 Jahre alt waren – die Sterblichkeit um 12,9 %, den Herztod um 18 %, Komplikationen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 25 % senkten.

Oder: Colpo empfiehlt die Einnahme hochdosierter Vitaminpillen. Offenbar hat er die gesamte Vitaminforschung verschlafen. Denn viele Studien belegen, dass Vitaminpräparate weder gegen Herzkrankheiten noch gegen Krebs wirken. Ja, sie können möglicherweise sogar gefährliche Effekte auslösen.

Die Zahl gravierender Falschaussagen z. B. zu Homocystein, zur Ernährung, auch zu Bypass-Operationen und Stents, ist unverzeihlich hoch. Wer Colpos Behauptungen traut, riskiert viel, z. B. wenn man die verordneten Statine nicht mehr einnimmt oder man seinen Empfehlungen folgt, viele tierische Fette zu essen.

Allerdings wird das arrogante Auftreten von Colpo vielen Lesern auffallen. Er, der weder eine medizinische Ausbildung, noch medizinische Erfahrung hat, hält sich für den besten Kenner in der Herzmedizin und will mehr wissen als alle Nobelpreisträger und internationalen Fachgesellschaften zusammen. Diese Selbstherrlichkeit wirkt lächerlich. In der Tat ist Der große Cholesterin-Schwindel nicht ernstzunehmen.

Meine Antwort an Gohlke

InIn der Ausgabe 2/2009 der Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung Herz Heute wurde eine beleidigende Kritik an meinem Buch Der große Cholesterin-Schwindel veröffentlich, verfasst von Dr. Helmut Gohlke vom Herzzentrum Bad Krozingen. Gohlkes Artikel enthält zahlreiche Irrtümer und mehrere krasse Unwahrheiten, denen ich in meiner nun folgenden Antwort entgegne. Mich enttäuscht auch das Maß an unbegründeter persönlicher Feindseligkeit, die Gohlke mir gegenüber an den Tag legt – so etwas halte ich eines Mediziners für höchst unwürdig.

Ich werde mich nun Punkt für Punkt mit Gohlkes Behauptungen auseinandersetzen:

[Gohlke:] „Wenn Bücher wie Die Cholesterinlüge oder jetzt Der große Cholesterin-Schwindel auf dem Markt erscheinen, wird daran sehr viel Geld verdient.“

Schon hier zeigt sich deutlich, welche Strategie Dr. Gohlke verfolgt. Mit abfälligen Bemerkungen über meine Motive und meine Integrität versucht er anzudeuten, mit dem Buch Der große Cholesterin-Schwindel solle in erster Linie Geld verdient werden.

Nun, da kann ich Dr. Gohlke beruhigen. Ich habe weit lukrativere Tätigkeiten ausgeschlagen, um Der große Cholesterin-Schwindel zu schreiben, das Buch ist also für mich sogar eher eine finanzielle Belastung. Nachdem ich vier Jahre lang mit Recherchen für das Buch und dem Schreiben beschäftigt war, war ich gezwungen, die ursprüngliche englische Ausgabe selbst und auf eigene Kosten herauszugeben. In einer Kultur, in der die sofortige Belohung oberste Priorität haben, wo auf den Bestseller-Listen lauter Bücher stehen, die eine sichere Methode versprechen, wie man am schnellsten reich, schlank oder unwiderstehlich für das andere Geschlecht wird, ist ein Buch eines Querdenkers über Herzkrankheit mit Sicherheit das Allerletzte, was die meisten Verleger in Amerika und Australien auch nur in Erwägung ziehen würden. Da ich nicht über die Marketing- und Verteilerkapazitäten eines großen Verlages verfüge, war der Verkauf meines Buches von Anfang an erschwert. Wenn es meine Absicht gewesen wäre, mit dem Schreiben des Buches „sehr viel Geld“ zu verdienen, hätte ich keine mir schlechtere Strategie aussuchen können.

Bis heute ignorieren die englischsprachigen Verlage mein Buch, obwohl es sehr positive Besprechungen von Kommentatoren aus verschiedenen Bereichen erhalten hat, und obwohl es auf der amerikanischen Website Amazon.com mit 5 Sternen bewertet worden ist. Der deutsche Kopp-Verlag hat nun mein Buch unter die Fittiche eines kommerziellen Verlags genommen und eine deutsche Ausgabe herausgegeben. Ich bin dem Verlag dafür ewig dankbar und hoffe, dass er für seine mutige Entscheidung entsprechend belohnt wird. Erste Rückmeldungen des Verlags besagen, dass sich das Buch in Deutschland, Österreich und der Schweiz tatsächlich gut verkauft, obwohl es von den Mainstream-Medien vollkommen außer Acht gelassen wird. Die Massenblätter und die großen Verlage in Amerika und Australien lassen sich von den lebensrettenden Informationen in Der große Cholesterin-Schwindel wohl nicht aufrütteln, die Öffentlichkeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz dagegen offenbar schon.

Wenn Gohlke jedoch die Vorstellung, mit Projekten über Herzkrankheiten Geld zu verdienen, so abstoßend findet, dann wird er mir doch bestimmt versichern, dass er seine Tätigkeit am Herzzentrum Bad Krozingen vollkommen unentgeltlich ausübt. Und vielleicht möchte er ja auch die Protestschreiben veröffentlichen, die er doch gewiss an die Hersteller der Statine geschickt hat, die den Pharmariesen jährlich Milliarden von Dollars einbringen. Ich bin mir auch sicher, dass er einiges über das Personal der „nicht profitorientierten“ Organisationen wie der American Heart Association zu sagen hat, deren üppige Gehälter die CEOs manches Großunternehmens vor Neid erblassen lassen würden.

Wenn man gegen die sehr bescheidenen Einnahmen, die ich durch Der große Cholesterin-Schwindel erhalte, Einwände erheben könnte, dann müssten doch Menschen wie Gohlke gegen die weit lukrativeren Einkommen der praktizierenden Kardiologen, Pharmaunternehmen und „nicht profitorientierten“ Gesundheitsbehörden in allerhöchstem Maße Einwände erheben.

Vielleicht kann sich Dr. Gohlke nur schwer vorstellen, dass andere nicht durch Geld, sondern durch andere Faktoren motiviert werden, aber mir geht es – Gohlke mag es anerkennen oder nicht – um die Wahrheit und über den wahrhaft atemberaubenden Berg von Falschinformationen über Cholesterin. Mir lässt es auch keine Ruhe, wenn ich an die vielen Menschenleben denke, die hätten gerettet werden können, wenn das Medizin-Establishment seine Aufmerksamkeit den wirklichen Ursachen der Herzkrankheit zugewandt hätte, anstatt nur dafür zu kämpfen, den unhaltbaren Mythos vom Cholesterin lebendig zu erhalten. Aus dieser festen persönlichen Überzeugung ist Der große Cholesterin-Schwindel verfasst worden.

Ich habe gesehen, dass Dr. Gohlke selbst Mitverfasser eines Buches mit dem Titel Cardiovascular Prevention and Rehabilitation ist:

http://www.amazon.com/Cardiovascular-Prevention-Rehabilitation-Joep-Perk/dp/1846284627

Dieses Buch wird bei Amazon.com für 249 Dollar verkauft, mehr als das Zehnfache dessen, was die englischsprachige Ausgabe meines Buchs bei Amazon kostet.

Gohlke, seine Mitautoren und sein Verleger können natürlich für ihr Buch verlangen, was sie wollen. Es steht ihnen auch frei, ein Buch zu veröffentlichen, in dem sie ihre Ansichten über die Koronarmedizin darlegen – aber genauso habe auch ich das Recht, dasselbe zu tun. Gohlke sollte deshalb seine Kritik an meinem Buch auf faktische wissenschaftliche Fragen beschränken und keine böswilligen und vollkommen unbegründeten Anspielungen auf finanzielle Motive meinerseits aussprechen.

[Gohlke:] „Wer greift nicht gern zu einem Buch, das einem das Leben zu erleichtern versucht: nicht mehr auf Cholesterin achten, Schweinschnitzel, Wurst, Butter, Schlagsahne, Schwarzwälder Kirschtorte nach Belieben essen und womöglich die ungeliebten Pillen wegwerfen.“

Das ist die erste von zahlreichen offenen Unwahrheiten die Dr. Gohlke ins Feld führt, um mein Buch zu diskreditieren. Nirgends fordere ich die Menschen auf, „Schnitzel, Wurst, Butter, Schlagsahne, Schwarzwälder Kirschtorte nach Belieben zu essen“. Tatsächlich warne ich in dem Buch ausdrücklich davor, große Mengen Fett zu essen (ich lege Dr. Gohlke nahe, Kapitel 26 noch einmal aufmerksam zu lesen). Die in Der große Cholesterin-Schwindel empfohlene Ernährung beruht auf der Ernährung, mit der sich die Menschheit entwickelt hat; also frisches Fleisch, Eier, Gemüse, Früchte und Nüsse. Diese Ernährung wird oft als „Steinzeit“-Diät bezeichnet; bei allem, was ich bisher gelesen habe, bin ich noch nicht auf Schnitzel oder Kirschtorte bei der Ernährung der Steinzeitmenschen gestoßen.

Nirgendwo in meinem Buch empfehle ich dem Leser, die Medikamente leichtsinnig „wegzuwerfen“. Ganz im Gegenteil: Ich empfehle Menschen, die ihre Medikamente nicht mehr einnehmen wollen, die Einnahme keinesfalls abrupt zu beenden und auf jeden Fall den Rat und die Hilfe eines Arztes einzuholen.

[Golke:] „So hat schon die Werbung für Der große Cholesterin-Schwindel – warum alles, was man Ihnen über Cholesterin, Diät und Herzinfarkt erzählt hat, falsch ist hohe Welle ausgelöst. Viele verunsicherte Patienten schrieben an die Herzstiftung und baten um eine Stellungnahme.“

Wenn das zutrifft, dann finde ich dies höchst erfreulich und ermutigend. Offenbar gelingt es mir, die Menschen zu veranlassen, die pseudowissenschaftliche Absurdität infrage zu stellen, die die Cholesterin-Hypothese der Herzkrankheit nun einmal darstellt.

[Gohlke:] „Der Autor, Anthony Colpo, ist kein Mediziner, sondern arbeitete als Fitnesstrainer, bevor er sich vornahm, gegen die heutige Medizin zu Feld zu ziehen.“

Zu Dr. Gohlkes Information: ich habe nie zu den Waffen gegriffen „um gegen die heutige Medizin zu Felde zu ziehen“. Ich bin auch der erste, der zugibt, dass die Leistungen der modernen Medizin bei der medizinischen Notfallbehandlung oft einfach überwältigend sind. Die Fähigkeit, Schwerverletzte und Unfallopfer dem sicheren Tod zu entreißen und wieder vollständig gesund zu machen, ist eine fantastische Leistung.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Cholesterintheorie der Herzkrankheit vollkommen falsch ist. Medizinischer Erfolg in einem Bereich entschuldigt nicht das Verbreiten von gefährlichen Irrtümern in anderen Bereichen. In meinem Buch zitiere ich aus unzähligen Quellen um zu erklären, warum das Cholesterin-Paradigma einen kontraproduktiven Schwindel darstellt. Abgesehen von dem kurzen Bezug auf nur zwei Studien – die er noch dazu unaufrichtigerweise falsch zitiert – bespricht Gohlke all diese Forschungen überhaupt nicht.

[Gohlke:] „Aus seinen Erfahrungen als Fitnesstrainer gibt er einige gute Ratschläge: Sport treiben, Übergewicht vermeiden, sich entspannen. Aber wenn er auf 544 Seiten mit hunderten von Literaturangaben darangeht, zu erklären, warum alles, was man Ihnen über Cholesterin und Herzinfarkt erzählt hat, falsch ist, machen sich seine Inkompetenz, sein fehlendes medizinisches Wissen immer wieder bemerkbar.“

Wie wir bald sehen werden, fehlt in Wirklichkeit Gohlke so manches Wissen über Cholesterin.

[Gohlke:] „In seinem Buch wimmelt es von groben Fehlern. Der gutgläubige Leser wird falsch informiert und in die Irre geführt. Einige Beispiele: Colpo behauptet, dass ein Zusammenhang zwischen Cholesterin und Herzinfarkt nie bewiesen wurde. Aber schon 1984 hat z.B. der Lipid Research Clinics Coronary Primary Prevention Trial – längst vor der Entdeckung der Statine – gezeigt, dass hohes LDL-Cholesterin mit einer großen Zahl von Herzinfarkten verbunden war und die Zahl der Herzinfarkte umso mehr abnahm, je tiefer das Cholesterin – damals Colestyramin – gesenkt wurde.“

Den Lipid Research Clinics Coronary Primary Prevention Trial (LRC-CPPT) als Beweis für die Lipid-Hypothese zu zitieren, ist in der Tat ein Akt der Verzweiflung.

Bei dieser Studie wurde die Wirkung von Colestyramin (einem Medikament aus der Familie der Fibrate, den Vorläufern der Statine) bei Männern mittleren Alters mit extrem hohen Cholesterinwerten gemessen[1]. Wie viele Verfechter der Cholesterinhypothese zitiert Gohlke selektiv aus Forschungen, um sein Argument zu untermauern. Es gibt aber einige wichtige Tatsachen über die LRC-CPPT, die Dr. Gohlke in seinem Artikel nicht mitteilt, also werde ich sie hier erwähnen.

Zum einen: als die Ergebnisse der LRC-CPPT tabellarisch aufgezeichnet wurden, hatten 30 Patienten (1,6 Prozent) in der Gruppe der Behandelten einen tödlichen Herzinfarkt erlitten, um Vergleich zu 38 (2,0 Prozent) in der Kontrollgruppe, der absolute Unterschied betrug minimale 0,04 Prozent. Die Forscher haben diese wenig beeindruckenden Zahlen nicht in die Zusammenfassung der Studie aufgenommen. Stattdessen betonten sie den auffallenderen, aber irreführenden Wert des Rückgangs des „relativen Risikos“ von 24 Prozent. Das relative Risiko ist der Prozentsatz von 0,04 Prozent von 2 Prozent (der Todesrate in der Kontrollgruppe) und sagt ohne absolute Zahlen, die genaue Zahl der KHK-Todesfälle, wenig aus.

Das relative Risiko ohne Angaben der absoluten Zahlen zu zitieren, ist ein beliebtes Mittel der Forscher, um den Eindruck von ansonsten wenig aufregenden Resultaten zu verstärken. Der Unterschied der Sterblichkeit von 8 Todesfällen zwischen der Colestyramingruppe und der Kontrollgruppe zeigte sich bei 3806 Männern im Verlauf von 7,4 Jahren.

Solch ein Unterschied hätte auch purer Zufall sein können. Und tatsächlich, legt man das Niveau der statistischen Bedeutsamkeit (,05) aus dem ursprünglichen LRC-CPPT-Protokollbericht zugrunde, dann könnte man die Ergebnisse zuverlässig nur auf einen Zufall zurückführen. In dem Protokollbericht von 1979 haben die Planer des LRC-LPPT selbst erklärt, „...da Zeitaufwand, Umfang und Kosten der Studie es unwahrscheinlich machen, sie jemals wiederholen zu können, war es wichtig, sicherzugehen, dass eine beobachtete positive Wirkung der Cholesterinsenkung real war. Deshalb wurde die [Signifikanz] auf ,01 statt der üblichen ,05 festgelegt.“ Das Niveau von 0,01 „wurde als Standard gewählt, um einen überzeugenden Unterschied zwischen den beiden behandelten Gruppen zu zeigen.“[2]

Als die Endergebnisse 1984 veröffentlicht wurden, litten die Forscher von LRC-LPPT jedoch anscheinend an schwerem Gedächtnisverlust. Sie hatten bei ihren statistischen Tests nämlich nicht das Niveau von 0,01, sondern das von 0,05 angelegt! Dieses unverfrorene Fallenlassen des früheren und viel genaueren veröffentlichten Protokolls wurde auch vom Einsatz so genannter „einseitiger“ Untersuchungen begleitet. Wer mit statistischen Untersuchungen vertraut ist, weiß, dass mit der Wahl eines einseitigen statt des stringenteren „zweiseitigen“ Tests das Signifikanzniveau weiter sinkt.

Selbst als sie gelockertere statistische Untersuchungen anstellten, mussten die Forscher des LRC-LPPT immer noch tödliche und nicht-tödliche koronare Ereignisse zusammenfassen, bevor sie zu statistisch aussagekräftigen Ergebnissen kommen konnten. Denn auch der Unterschied zwischen tödlichen und nicht tödlichen koronaren Ereignisse erreichte separat betrachtet keine Signifikanz.

Solche nachlässigen und manipulierten Beweise zitiert Dr. Gohlke als definitiven Beweis für die Cholesterin-Theorie!

Die Diskrepanzen in der LRC-LPPT-Studie beschränkten sich aber nicht auf zweifelhafte statistische Manöver. Als die Gesamtsterblichkeit berechnet wurde, war die Todesrate aufgrund nicht-koronarer Ursachen bei den Colestyramin-Empfängern höher als in der Kontrollgruppe. Tatsächlich war die Gesamtsterblichkeitsrate in beiden Gruppen fast identisch: 68 (3,6 Prozent) in der Behandlungsgruppe im Vergleich zu 71 (3,7 Prozent) in der Kontrollgruppe.

Dr. Gohlke mag anderer Ansicht sein, aber die meisten intelligenten Menschen würden es kaum für klug halten, toxische Medikamente einzunehmen, die ihr Leben keineswegs verlängern.

Lassen wir für einen Moment Dr. Gohlke seinen Willen und nehmen wir an, der verschwindend kleine Rückgang der Koronarsterblichkeit sei real und kein zufälliges Ergebnis. Auch das wäre noch immer keine Bestätigung für die Cholesterintheorie, denn es gibt keinen Beweis dafür, dass dieser Rückgang durch die Lipidsenkung selbst herbeigeführt worden wäre. Bei späteren Studien mit Statinen, bei der sich ein statistisch signifikanter Rückgang der Koronarsterblichkeit bei Männern mittleren Alters mit bestehender Herzkrankheit zeigte, gab es oftmals keine Korrelation zwischen dem Grad der Cholesterinsenkung und dem geringeren Herzinfarktrisiko. Das überrascht auch nicht, angesichts der Bände füllenden Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Statine eine breit gefächerte positive antisklerotische und gerinnungshemmende Wirkung entfalten können, die mit der Cholesterinsenkung in keinem Zusammenhang steht. Hätte Gohlke mein Buch gelesen, dann sollten ihm diese Forschungen bekannt sein, weil ich sie ausführlich bespreche. Der interessierte Leser könnte auch meinen 2005 für die Zeitschrift The Journal of American Physicians and Surgeons verfassten Aufsatz heranziehen[3]. Der Aufsatz ist kostenlos einsehbar unter:

http://www.jpands.org/vol10no3/colpo.pdf

Gohlke spottet wiederholt über meine Behauptung, Cholesterin verursache keine Herzkrankheit, schweigt aber zu den umfangreichen Beweisen, die ich in meinem Buch für diese Behauptung anführe. Die folgenden dokumentierten Widersprüche der Cholesterin-Hypothese kann er in keiner Weise entkräften:

  • Warum hat sich bei Hunderten von Studien keine Korrelation zwischen dem Serum-LDL (dem so genannten „schlechten“ Cholesterin) und dem Gesamtcholesterinwert und dem Grad der Arteriosklerose gefunden?
  • Warum haben zahlreiche streng kontrollierte klinische Ernährungsstudien zur Cholesterinsenkung zu keinem Rückgang der KHK geführt, obwohl die Cholesterinwerte bei den Behandlungsgruppen tatsächlich gesenkt wurden?
  • Warum hat sich bei kontrollierten klinischen Studien eine stärkere Rückbildung der artherosklerotische Veränderungen, eine geringere Verkleinerung des minimalen Gefäßdurchmessers, weniger kardiovaskuläre Ereignisse und eine deutlich geringere Sterblichkeit bei Patienten gezeigt, die Fischöl einnahmen, obwohl dies oft den Serum-LDL-Cholesterinwert erhöhte?
  • Wo spricht er darüber, dass Statine eine entzündungshemmende, anti-atherogene Wirkung aufweisen, auch wenn sie keine Cholesterinsenkung bewirkten?
  • Warum hat sich bei vielen Statin-Studien kein Zusammenhang zwischen der Cholesterinsenkung und dem Grad des verringerten Herzinfarkt-Risikos gezeigt?

Zu behaupten, ein erhöhter LDL- oder Gesamtcholesterinwert fördere die Herzkrankheit entbehrt angesichts dieser Beobachtungen jeglicher Logik.

Anstatt sich dieser unbequemen Widersprüche anzunehmen, nutzt Gohlke die Strategie der „Berufung auf die Autorität“, indem er wiederholt darauf hinweist, dass ich nicht über eine formelle medizinische Qualifikation verfüge. Das hat wenig zu bedeuten, denn eine mangelnde formale Qualifikation bedeutet nicht notwendigerweise, dass man von medizinischen Dingen nichts versteht. Ich möchte Dr. Gohlke daran erinnern, dass sich viele begabte Journalisten und Schriftsteller mit medizinischen Fragen beschäftigen, die keine formale medizinische Qualifikation aufweisen. Außerdem ist es völlig unerheblich, ob ich nun Nobelpreisträger, Fitnesstrainer/Autor über Gesundheitsfragen, oder auch nur Müllmann bin. Was zählt, ist, dass ich ein schlagendes, vernichtendes und wissenschaftlich untermauertes Argument gegen die Cholesterin-Theorie vorgebracht habe. Obwohl er sich offensichtlich als praktizierender Kardiologe mir überlegen wähnt, zeigt sich Gohlke völlig unfähig, mein Argument in wissenschaftlicher Manier zu widerlegen. Gohlke versteht offensichtlich nicht, dass Snobismus, hohe Auszeichnungen und persönlicher Spott kein Ersatz für eine vernünftige wissenschaftliche Auseinandersetzung sind.

[Gohlke:] „Colpo behauptet auch immer wieder, dass die heutige Medizin Cholesterin für die einzige Ursache der koronaren Herzkrankheit hält. Ein Blick auf die heute gültigen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (Pocket-Leitlinie Prävention, 2007) zeigt, dass die Fettstoffwechselstörung nach dem Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung und Übergewicht erst an 5. Stelle steht – gefolgt von hohem Blutdruck und Diabetes.“

Wieder eine eklatante Unwahrheit. Ich behaupte nicht, dass die moderne Medizin Cholesterin für die einzige Ursache der Herzkrankheit hält; ich behaupte, dass Cholesterin die zentrale Säule der Medizin bei der Prävention der Herzkrankheit ist und das seit über 40 Jahren. Daran ändert auch die Einordnung in einem 2007 von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie herausgegebenen Pocket-Handbuch nichts.

[Gohlke:] „Oder: Er behauptet, dass Statine bei Frauen – jedenfalls auf die Lebenserwartung – nicht wirken. Auch das ist falsch. Die Heart-Protection-Study zeigte an über 20 000 Patienten, dass Statine bei Frauen und Männern – auch bei denen, die älter als 75 Jahre waren – die Sterblichkeit um 12,9%, den Herztod um 18%, Komplikationen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 25% senkten.“

Schon wieder eine schamlos irreführende Behauptung, die Gohlkes Unwillen bezeugt, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung akkurat weiterzugeben. Die Ergebnisse, die er für die Heart Protection Study zitiert, wurden an Männern und Frauen zusammengenommen erzielt; Männer waren bei der Studie in der Überzahl (75 Prozent aller Teilnehmer waren Männer)[4]. Die Gesamtergebnisse aus einer Studie, bei der die Überzahl der Teilnehmer männlich war, auf Frauen zu übertragen, ist ein höchst zweifelhaftes Vorgehen.

Hier hätte Gohlke eine weit aussagekräftigere Studie anführen können – tut es aber nicht –, nämlich eine zusammengefasste Analyse, bei der alle für Frauen vorliegenden Daten aus Statin-Studien untersucht wurden, an denen auch Frauen beteiligt waren. Diese zusammengefasste Analyse hat ergeben, dass Statine die Gesamtsterblichkeit bei Frauen nicht senken, unabhängig davon, ob sie zur Primär- oder Sekundär-Prävention verabreicht werden. Bei Frauen ohne koronare Herzkrankheit senken Statine weder die Koronar- noch die Gesamtsterblichkeit, während sie bei Frauen mit koronarer Herzkrankheit zwar die koronare Sterblichkeit senken, aber das Risiko, an anderen Ursachen zu sterben, erhöhen; die Gesamtsterblichkeit bleibt gleich[5].

Gohlke kann nicht behaupten, dieses Dokument sei ihm nicht vertraut – es wird schließlich in meinem Buch besprochen und ist in einer der meistgelesenen medizinischen Fachzeitschriften erschienen, dem Journal of the American Medical Association. Der Leser kann das Papier unter der folgenden Adresse im Internet finden:

http://jama.ama-assn.org/cgi/reprint/291/18/2243

[Gohlke:] „Oder: Colpo empfiehlt die Einnahme hochdosierter Vitaminpillen. Offenbar hat er die gesamte Vitaminforschung verschlafen. Denn viele Studien belegen, dass Vitaminpräparate weder gegen Herzkrankheiten noch gegen Krebs wirken. Ja, sie können möglicherweise sogar gefährliche Effekte auslösen.“

Ich meine, dass vielmehr Gohlke aus einem tiefen Schlaf aufwachen muss. Ich weiß nicht, was Gohlke mit „Vitaminpillen“ meint – auf jeden Fall empfehle ich eine solche Substanz in Der große Cholesterinschwindel nicht. Ich empfehle in meinem Buch überhaupt keine Medikamente, allerdings empfehle ich eine Nahrungsergänzung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und Fischöl. Ich zitiere und bespreche in meinem Buch ausführlich die Forschung, die einen Rückgang der Herz-Kreislauf-Morbidität und -Mortalität zeigt. Was die Andeutung angeht, Vitamine „können möglicherweise sogar gefährliche Effekte auslösen“, so soll er mir doch bitte strikt kontrollierte Beweise vorlegen, die gefährliche Effekte der in meinem Buch beschriebenen Nahrungsergänzung belegen.

[Gohlke:] „Die Zahl gravierender Falschaussagen z.B. zu Homocystein, zur Ernährung, auch zu Bypass-Operationen und Stents, ist unverzeihlich hoch.“

Ich würde ja gerne Gohlkes Behauptung widerlegen, viele meiner Aussagen „zu Homocystein, zur Ernährung und auch zu Bypass-Operationen und Stents“ seien „falsch“... aber leider zitiert Gohlke kein einziges Beispiel. Ich kann also nur annehmen, dass er bei aller Missbilligung meiner Erklärungen sich nicht sicher genug fühlte, auch nur ein einziges spezifisches Beispiel zu zitieren.

[Gohlke:] „Wer Colpos Behauptungen traut, risikiert viel, z.B. wenn man die verordneten Statine nicht mehr einnimmt oder man seinen Empfehlungen folgt, viele tierische Fette zu essen.“

Schon wieder! Nirgendwo in meinem Buch empfehle ich den Lesern, „viele tierische Fette zu essen“. Ich weise nur darauf hin, dass der Feldzug gegen tierische Fette auf einer zutiefst fehlerhaften Wissenschaft beruht und bespreche die umfangreiche Literatur, die dies belegt. Gohlke liefert keinen Kommentar zu diesen umfangreichen Beweisen.

Der Verzehr aller Makronährstoffe (sei es Fett, Eiweiß oder Kohlehydrate) sollte auf einer Reihe von Faktoren beruhen, darunter der individuelle Kalorienbedarf, Art und Ausmaß der körperlichen Aktivität, die glykämische Kontrolle und das Verdauungsvermögen. Ich empfehle den Menschen nicht, einfach wahllos jeden Makronährstoff zu sich zu nehmen, darunter auch tierische Fette. Was immer Gohlke glauben mag, Völlerei gehört nicht zu meinem Ernährungsarsenal.

Gohlke behauptet, wer keine Statine einnehme, „riskiert viel“. Tatsächlich risikieren aber diejenigen viel, die tatsächlich Statine einnehmen: Schädigung von Muskeln und Sehnen, sexuelle Dysfunktion, Störung der kognitiven Wahrnehmung, Leberschädigung, Rhabdomyolyse und ein erhöhtes Risiko von Geburtsfehlern gehören zu den vielen belegten Nebenwirkungen der Statine. Diese Nebenwirkungen bespreche ich ausführlich in meinem Buch; Gohlke hat auch hier keine Diskussion über diese bedauerlichen Effekte anzubieten.

[Gohlke:] „Allerdings wird das arrogante Auftreten von Colpo vielen Lesern auffallen.“

Welche Ironie! In wichtigtuerischer Manier zitiert Gohlke bewusst falsch aus Studien, schreibt mir Aussagen zu, die ich nie gemacht habe, greift wiederholt zu persönlichen Angriffen – und besitzt dann die Kühnheit, mich der Arroganz zu bezichtigen. Es ist unglaublich...

[Gohlke:] „Er, der weder eine medizinische Ausbildung, noch medizinische Erfahrung hat, hält sich für den besten Kenner in der Herzmedizin und will mehr wissen als alle Nobelpreisträger und internationalen Fachgesellschaften zusammen. Diese Selbstherrlichkeit wirkt lächerlich.“

Das einzige Lächerliche hier ist Dr. Gohlkes wilde Fantasie. Offensichtlich fühlt sich Gohlke durch die Selbstsicherheit und Überzeugung, die in meinen Schriften zum Ausdruck kommt, bedroht und muss auf geradezu kindische, übertriebene Feindseligkeit zurückgreifen. Ich behaupte nicht, „der beste Kenner in der Herzmedizin“ zu sein und gebe nicht vor, „mehr [zu] wissen als alle Nobelpreisträger und internationalen Fachgesellschaften zusammen.“ Ich bin allerdings sehr wohl in der Lage, meine Aussagen mit umfangreichen wissenschaftlichen Belegen zu untermauern, ohne ständig meine Opponenten persönlich anzugreifen, ohne zuvor provoziert worden zu sein. Leider kann man dasselbe von Dr. Gohlke nicht behaupten.

Ich habe vielleicht keine formale medizinische Qualifikation, aber ich kann jeden Anspruch der Cholesterin-Hypothese auf wissenschaftliche Gültigkeit mit Leichtigkeit auseinandernehmen – und genau das habe ich getan. Gohlke mag praktizierender Mediziner sein, aber es gelingt ihm nicht, seine geliebte Lipid-Hypothese zu verteidigen.

[Gohlke:] „In der Tat ist Der große Cholesterinschwindel nicht ernstzunehmen.“

Da er den Inhalt meines Buches nicht auf rationale, wissenschaftliche und ehrliche Weise widerlegen kann und stattdessen ständig auf persönliche Verunglimpfung zurückgreifen muss, meine ich, dass man Gohlke nicht ernstnehmen kann. Anstatt Gohlkes voreingenommener und irreführender Besprechung meines Buches zu folgen, ermuntere ich jeden, das Buch selbst zu lesen und die von mir zitierten Forschungsarbeiten selbst aus erster Hand zu prüfen. Wer das tut, der erkennt sofort, wie fadenscheinig Gohlkes Kritik ist.

Mit freundlichen Grüßen

Anthony Colpo
Melbourne, Australien
17. Juli 2009

Forschung Aktualisiert

Menschen wie Dr. Gohlke werden sicher boese reagieren aber es waere eine Unterlassungssuende  wenn ich Ihne nicht Einblick in die neuesten Resultate geben wuerde.

Gesaettigtes Fett hat mit Herz- und Gefaesskrankheit nichts zu tun

Vor 2 Wochen hatte ich meinen Lesern mitgeteilt, dass ein von der Weltgesundheitsorganisation sowie der FAO genehmigte Darstellung ueber die "Tatsache" dass gesaettigtes Fett und Gesamtfetteinnahme nicht mit kardiovaskulaerer Krankheit assoziiert ist. Im American Journal of Clinical Nutrition gab es eine gleichlautende Meinung. Gesaettigtes Fett steht in keinem Zusammenhang mit Herzkrankheit oder Hirnschlag. Forscher der Harvard Universitaet und des Kinderkrankenhauses Oakland California betrachteten die Daten von 20 epidemiologischen Studien ueber Herzkrankheiten und Hirnschlag.

Waehrend der Zeit von 5-23 Jahren als die Daten von 347,747 Patienten gesammelt wurden, erlitten 11,006 entweder koronare Erkrankungen oder Hirnschlag. Das Quantile der extremen Einnahme von gesaettigtem Fett war 1.07 fuer Kerzkrankheit, 0.81 fuer Hirschlag und 1.00 fuer Herzkrankheit. In anderen Worten, die Kandidaten welche die hoechste Einnahme an gesaettigtem Fett hatten waren keinem groesserem Risiko ausgesetzt als die welche den geringsten Teil assen. Sex, Alter und die Qualitaet der Studie aenderten an dem Endresultat nichts.

Jemand der solche Ergebnisse als die Anstrengungen der Fleisch- , Milch- und Eier-Industrie sieht solte beachten, dass einer der Autoren, Dr. Ronald Krauss, im National Heart, Lung, Blood Institute (NHLBI), ausserdem als Senior Berater zum National Cholesterol Program (NCEP) und noch aktiv in der American Heart Association taetig war/ist; er war einmal Chef des Nutrition Committee, Er ist Gruender des AHA, Council on Nutrition, Physical Activity and Metabolism. Die NHLBI, NCEP, and AHA waren alle schon seit langem Hauptdarsteller wo sie die internationale Akzeptanz ihrer pseudo-wissenschaftlichen Theorien suchten.

Schwedische Farmer leben laenger durch Milchfett und Gemuese

Im letzten Jahr wurde eine Studie veroeffentlicht in Internation Journal of Environmental Research and Public Health worin 1752 Schweden (vom Land) untersucht und ueberwacht wurden.Waehrend einer 12 jaehriger Abwesenheit 88 starben, 335 in's Krankenhaus eingeliefert oder starben an einer koronaren Herzkrankeit.

Als man die Einnahme an gesaettigtem tierischen Fett betrachtete sah man dass Einnahme von Gemuese und Obst mit einem niedrigen Risko zu betrachten waren,Als man die Daten zusammen analysierte war die eigentliche Differenz die Einnahme von Milch und Fruit and Vegetables.Relatives Risiko: Gut.

Japaner mit hohem Cholesterinspiegel leben laenger!

Die Japaner haben seit langem die Lipidhypothese akzeptiert aber es gibt eine Menge von Hauspreisen,Die letzte Studie wurde im Journal of Lipid Nutrition zitiert (8) Japaner ueber 40 bekommen eine freie Untersuchung.Die letzte relevante Studie kan man im Flugzeug finden. Die Fukui Studie sammelte Daten die auf den Erkenntnissen des Health Centres of Fukui beruhten, Untersuchungen von den Jahren 1986 bis 1990 (City of Fukui) wurden ausgefuehrt und 22,971 wurden in die Gruppen integriert, je nach Cholesterinspiegel. Im Vergleich mit denen im Bereich 240 - 259 mg/dl, die Gruppe mit 160 - 169 mg/dl (Beide Sexe) und mit 140 - 159 (Frauen) erlitten weitaus hoehere Folgen.

Die Wissenschaftler fuehrten eine Meta Analyse durch von fuenf grossen japanischen Studien (inklusive die Fukui Studie), ueber 170,000 Menschen waren Teilnehmer.Mortalitaet (allgemein) undCholesterin wurden ueberprueft. Teilnehmer waren solche die Cholesterin von 160-199 mg/dl hatten, sie wurden als Referenzgruppe gewaehlt.(RRs 0.83 und 0.78). Die Autoren schlagen vor, dass Japaner mit Cholesterinspiegel von > 240 mg/dl (>6.22) nicht als hypercholesterolaemic oder dyslipemic eingestuft werden, es sei denn eine genetische Krankheit wie Familiaere Hypercholesterolaemie liegt vor.Sie liegen in der Sicherheitszone was Mortalitaet aus allen Gruenden angeht.

Aufruf an Japan: Zusammen mit muffin tops, Snoop Dogg Kleidung und Big Brother, Cholesterin Reduktion ist ein Trend vaus den westlichen Laender und man sollte es ignorieren.

Referenzen

1. Kein Autor angegeben. The Lipid Research Clinics Coronary Primary Prevention Trial results. I. Reduction in incidence of coronary heart disease. Journal of the American Medical Association, Jan 20, 1984; 251 (3): 351-364.

2. Kein Autor angegeben. The Lipid Research Clinics Program. The Coronary Primary Prevention Trial: Design and implementation. Journal of Chronic Diseases, 1979; 32: 609-631.

3. Colpo A. LDL Cholesterol: “Bad” Cholesterol, or Bad Science? Journal of American Physicians and Surgeons, Herbst 2005; 10 (3): 83-89.

4. Heart Protection Study Collaborative Group. MRC/BHF Heart Protection Study of cholesterol lowering with simvastatin in 20,536 high risk individuals: a randomised placebo-controlled trial. Lancet, 2002; 360: 7-22.

5. Walsh JE, Pignone M. Drug Treatment of Hyperlipidemia in Women. Journal of the American Medical Association, Mai, 2004; 291: 2243-2252.

6. Siri-Tarino PW, et al. Meta-analysis of prospective cohort studies evaluating the association of saturated fat with cardiovascular disease. American Journal of Clinical Nutrition. Published ahead of print January 13, 2010. DOI: 10.3945/ajcn.2009.27725.

7. Holmberg S, et al. Food Choices and Coronary Heart Disease: A Population Based Cohort Study of Rural Swedish Men with 12 Years of Follow-up. International Journal of Environmental Research and Public Health, 2009; 6: 2626-2638.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2790097/pdf/ijerph-06-02626.pdf

8. Kirihara Y, et al. The Relationship between Total Blood Cholesterol Levels and All-cause Mortality in Fukui City, and Meta-analysis of This Relationship in Japan. Journal of Lipid Nutrition, 2008; 17 (1): 67-78.
http://www.jstage.jst.go.jp/article/jln/17/1/67/_pdf/-char/ja/

Anthony Colpo ist ein unabhaengiger Forscher, Koerperkultur Spezialist und Autor der bahnbrechenden Buecher The Fat Loss Bible und The Great Cholesterol Con. Weitere Informationen bitte bei: TheFatLossBible.net oder TheGreatCholesterolCon.com

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